Verkündigung

 

Gedanken zum Bild    

 
Ein Engel, ein Bote Gottes, kommt zu Maria. Sein Blick ist auf  Maria gerichtet. In der einen Hand hält er einen Zepter, der ihm himmlische Autorität zu verleihen scheint. Er ist einer der Erzengel, der Erzengel Gabriel. Seine rechte Hand ist segnend auf Maria gerichtet. Am
Ende des Zepters ist eine kleine Wolkenansammlung angedeutet über der Gott Vater mit dem Reichsapfel zu sehen ist. Auch er segnet mit seiner Rechten Maria. Von ihm ausgehend die Taube als Zeichen für den heiligen Geist, der über Maria zu schweben scheint. Marias Blick ist in die Ferne gerichtet. Ihre Haltung und die überkreuzten Arme vor der Brust zeigen Demut. Maria ist offen für die Begegnung mit dem Boten Gottes. Sie ist bereit, die Botschaft in sich aufzunehmen. „Mir geschehe, wie du es gesagt hast!" Maria ist mit ihrem Herzen und mit ihren Gedanken bei Gott. Sie hat Vertrauen in Gott. Sie ist bereit, sich ganz und gar auf Gott einzulassen. Die Lilie am linken Bildrand deutet auf die Reinheit und Jungfräulichkeit Marias hin. Sie ist auch ein Sinnbild für das Vertrauen in die göttliche Gnade.
 
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit (gesegnet) unter den Frauen,
und gebenedeit (gesegnet) ist die Frucht deines Leibes,
Jesus, den du, o Jungfrau, vom heiligen Geist empfangen hast.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
 
Lk 1, 26-38
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: "Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir". Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: "Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben". Maria sagte zu dem Engel: "Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?" Der Engel antwortete ihr: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich". Da sagte Maria: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast". Danach verließ sie der Engel.