Beschreibung

Der Altaraufsatz ist 9 m hoch, ein Flügelaltar im gotischen Stil. Direkt oberhalb des Altartisches aus Stein (Mensa) befindet sich der Altarfuß (Pedrella). Hier ist links das Fest Erscheinung des Herrn und rechts der 12 jährige Jesus im Tempel reliefartig dargestellt.
 
Die Betrachtung des Lebenswegs orientiert sich entlang an den sieben freudigen Ereignissen im Leben von Maria und beginnt am linken Seitenflügel. Links unten begegnet uns die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel, links oben, der  Besuch von Maria bei ihrer Base Elisabeth. Dann wechseln wir zum rechten Seitenflügel, dort beginnen wir rechts oben mit der Geburt Jesu. Von der Chronologie her geht es jetzt links in den Sockel mit dem Besuch der Weisen (Erscheinung des Herrn) weiter, bevor wir rechts unten am Seitenflügel die Darstellung Jesu im Tempel betrachten. Dann betrachten wir rechts im Sockel das Wiederfinden des zwölfjährigen Jesus im Tempel von Jerusalem. Der Mittelteil des Flügelaltars nimmt uns hinein in die Himmelfahrt und Krönung von Maria.
Der Mittelteil könnte in drei Bereiche aufgeteilt werden. Unten stehen rechts und links die zwölf Apostel, die teilweise ehrfürchtig ihren Blick nach oben richten.   
 

Quelle: Angelika/Dominik Hug

Zwischen den beiden Apostelgruppen befinden sich drei Blumen, vermutlich Heckenrose, Lilie und Veilchen. Sie weisen auf die vollkommene Liebe von und zu Gott hin, symbolisieren Treue (fünfblättrige Blütenkelche), sind ein Zeichen für Demut und bescheidene Tugendhaftigkeit, für  Reinheit und die Jungfräulichkeit von Maria.

 

 

Das Mittelbild strebt empor und in seiner Mitte schwebt Maria begleitet von drei Engeln hinauf in den Himmel. Der Himmel ist angedeutet durch das Durchbrechen von Maria durch ein stilisiertes Kirchengebäude mit Maßwerkfenster und einem stilisierten Wolkenabschlussband. Sie scheint mit dem Kopf bereits in den Himmel einzutreten (mit goldener Farbe hinterlegt, als Zeichen für das himmlische Licht und das göttliche Königreich). Die Spitze des Mittelbildes zeigt die Krönung Mariens durch den dreifaltigen Gott. Von dort aus nimmt uns der Altar hinauf in das Gesprenge, wo wir Maria als Himmelskönigin betrachten, mit dem Kind Jesus auf dem Arm umgeben von zwei Engeln mit Instrumenten (Geige und Orgel) die ein Sinnbild für die himmlische Glückseligkeit darstellen. Das Gesprenge vermittelt uns den Eindruck von einem Thron mit Baldachin.
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