Jubiläum und Abschied

07.12.2025 | Vor 125 Jahren erster Gottesdienst im Münster St. Jakobus - Pfarrgemeinderat der SE Beim Titisee wird verabschiedet

Erntedank-Gottesdienste

27.09.2025 | Übersicht
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der kommenden Erntedank-Gottesdienste.

Gemeindeversammlungen

21.06.2025 | Informationen zur Kirchengemeinde Hochschwarzwald
Information über die momentanen Fakten und Gesprächsmöglichkeit - ein Ort um Fragen zu stellen
 

Ortsgeschichte Titisee

 
Quelle: Die Texte wurden der Broschüre "Titisee Christkönig" entnommen. Bei Interesse können Sie diese Broschüre erwerben.
 
 
Die erste urkundliche Erwähnung des Titisees erfolgte in einer Bestätigungsurkunde Kaiser Heinrichs V. im Jahr 1111 an das damalige Benediktinerkloster Allerheiligen in Schaffhausen. Das schweizerische Schaffhausen gehörte damals noch zum großen Bistum Konstanz. Die Schreibweise war Jacu Titunse", zusammen erwähnt mit "Segga", dem späteren Saig, welches als Nachbargemeinde früher bis in den Titisee reichte. Um das Jahr 1150 taucht der Name Titinsee" auf, etwas später, 1316", Titensee" und 1365 erstmals " Titise", laut der hiesigen Höfechronik. Diese Namen bezogen sich jeweils auf das Gewässer und definierten keine Gemeinde. Politisch lautete der Gemeindename „VIERTÄLER“.
Diese Vogtei wird erstmals im Fürstenbergischen Urkundenbuch, Bd. 3, 69, aus den Jahren 1411 -1435 genannt. Die vier "Teller", wie die Täler in einem Beschrieb 1484 bezeichnet wurden, bezogen sich auf den "Altenweg, das Jostal, die Schildwende und den Spriegelsbach" und hatten eine Gemarkungsfläche von insgesamt 2995 ha
 

Durch die Eröffnung der Höllentalbahn von Freiburg nach Neustadt am 23. Mai 1887 wurde der Fremdenverkehr (Tourismus) sehr aktiviert. Die Gästeherkunft erstreckte sich auf viele Länder, sodass der Ort schon sehr früh einen, internationalen Charakter bekam. Es erklärt sich von selbst, dass infolge der aufstrebenden Entwicklung eine Änderung des Gemeindenamens "Viertäler" in "Titisee" angestrebt  wurde. Vor allem die Hoteliers und jene, die vom Fremdenbetrieb profitierten, waren aus kommerziellen Gründen schon zu Beginn der 1920er Jahre für die Namensgebung "Titisee" eingetreten. Die ländliche Bevölkerung befürchtete allerdings Nachteile, sodass der erste Anlauf 1924 scheiterte. Vier Jahre später kam es erneut zu einer Abstimmung, die zugunsten der "Titisee"-Befürworter ausfiel und somit wurde der Ortsname mit dem des Sees gleichgesetzt. Am 1. Mai 1929 erlangte die Umbenennung von "Viertäler" in "Titisee" Rechtskraft.

Die Infrastruktur eines aufblühenden Kurortes war aus damaliger Sicht geschaffen. Eines vermissten die Einheimischen und Gäste von Titisee jedoch noch: Es war dies das üblicherweise einen Ort prägende Bild eines Gotteshauses.

Hans Schmider