Maria in der Zarten

 
Maria in der Zarten vor 1963

 "Zarta" ein Bach der durch das Gebiet Hinterzartens fließt, gab dem Gebiet den Namen und ein"heilsames Schwefelbrünnlein" zog Wallfahrer an, die sich an diesem Ort Heilung erhofften.
Die alte Wallfahrtskirche, deren Mauern noch im Turmuntergeschoss sichtbar sind, wird 1416 daher als "Maria in der Zarten" erwähnt. Mit dem Dreißigjährigen Krieg verschwindet das "Brünnlein", Ziel der Wallfahrer ist nun allein die Muttergottes, der die Menschen ihr ganzes Vertrauen entgegenbringen. Das wohl ursprüngliche "kleine" Gnadenbild (heute im linken Seitenaltar) wurde Ende 17. Jhd durch eine große Madonnenfigur, geschnitzt von Franz X. Hauser aus Freiburg ergänzt, Sie tritt noch heute dem Besucher der Kirche aus einem Wolken- und Strahlenkranz aus dem Hochaltar entgegen. Mit der Einladung: Der Weg zu Gott ist ein Weg ins Licht.

Durch die aufklärerisches Denken, josephinische Reformen und moderner Zeitgeist ist die Wallfahrt im 19. Jhd. erloschen. Lediglich die schindelverkleideten Verkaufsstände der Devotionalienhändler hinter der Kirche erinnern noch daran.

Mit dem aufkommenden Kur- und Tourismusbetrieb erfreut sich jedoch die Kirche eines ganz anderen Besucherstroms, weswegen sie Mitte des 20. Jhd. viel zu klein wurde.
Mit viel Weitsicht wurde durch den damaligen Pfarrer Eugen Weiler an den alten Turm mit der charakteristischen Zwiebelhaube ein modernes Kirchenschiff in Zeltform angefügt, das sowohl an die Dachform des traditionellen Schwarzwaldhauses wie an das pilgernde Gottesvolk erinnert.

Eine Dokumentation des Geläutes finden Sie hier.

 Weitere Ansichten

 Kirchenführungen in Hinterzarten