St. Nikolaus

Dorfstr. 4
79822 Waldau
 

Baugeschichte der Kirche St. Nikolaus, Waldau (Schww)

Quelle: Kirchenführer von 2005
 

1411, 21. Mai: Chor-Weihe der Niko­laus-Kapelle mit Gottesmutter-Altar durch den Konstanzer Weihbischof Heinrich von Würzburg.

1590: Weihe von zwei neuen Altären, zusammen mit dem neuen „Gottesacker" unter Abt Gallus Vögelin (1585-97).


1638, 16. 9.: Brand und Zerstörung der Kirche im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen.

Um 1641: Wiederherstellung der Kirche.

Um 1661: Hochaltar von Bildhauer Bartle Winterhalder, Neukirch (Taber­nakel erhalten) - der Altarschreiner aus Vöhrenbach?

Um 1670: rechter Seitenaltar von BARTLE WINTERHALDER.

Um 1675: Marienaltar desselben Künst­lers.

1700: Stalterbauer Lorenz Dilger stiftet einen Peter- und Paulsaltar (Erweite­rung des Hochaltars).

1726, Oktober: Weihe dreier Altäre durch Abt Ulrich Bürgi (1719-39) von St. Peter.

1762,15. 4.: Vertrag zwischen Abt Phi­lip Jakob Steyrer und Klosterbaumeister Johannes Willam über die Errichtung der neuen Kirche. Richtfest am 4. 8., im Oktober Gottesdienst darin.

1763: Kreuzweg-Stationen (1882 er­setzt).

1764/65: Neuer Hochaltar, Bildhauer Matthias Faller, St. Peter. Kunstsehrei­ner wohl Franz Xaver Stöhr, Vöhren- bach. Fassmaler wohl Franz anton Wid- mer, Donaueschingen.

1774: Weihe einer neuen Glocke.

1775, 4./5. 9.: Kirchweihe durch Weih­bischof Joh. N. Augustin, Reichsfreiherr von Hornstein zu Konstanz (1768-79 dort).

1850: Neue Kapellen-Orgel.

1874,27.2.: Kostenüberschlag über die notwendige Bauherstellung in Höhe von 2 487 fl 54 kr.

1876: Außen- u. Innenverputz der Kirche.

1877: Acht farbige Figurenfenster unter Pfr. Dr. Adolf Wehrle (1876-77 hier), zer­stört 1963 bis auf ein Fragment mit Jah­reszahl Kirchenbühne); Entwurf von Maler Heinemann, Hüfingen (Josef Heinemann * 29.12.1825 - 2.4.1901, oder Fridolin Heinemann, Glasmaler,* 19.12.1859, + 4.2.1926 München), sowie den Historienmaler und Zeichner Ludwig Blaim * 1846 in München + 25.6.1894 dort); Ausführung von Glasmaler S. Müller, Leitung Lukas Engesser, Freiburg
 
Kirchenerweiterung und Turmbau 

1879,22.12.: „Schon seit Jahren besteht das dringende Bedürfnis einer Vergröße­rung der hiesigen Pfarrkirche, nachdem Einwohner umliegender Höfe in Langen­ordnach, Josthai, Breitnau, St. Margen, Hinterstraß an Sonn- und Feiertagen den Gottesdienst in Waldau besuchen".

1880: Verlegung des Friedhofs, der alte Platz wurde eingeebnet (bis 1884).

1880/81: Abbau des barocken Dach­reiters, Langhaus-Erweiterung um 6 m, dazu ein Turmbau im Westen (Höhe 36 m), Pläne des Erzbischöflichen Bauamtes Frei­burg (Architekt Franz Bär), Erd- und Mau­rer-Arbeiten von Josef Schweizer, Zimmer-Hisle im Josthal. Zimmermanns-Arbeiten von Augustin Müller im Josthal.

1882: Vier neue Glocken der Firma Gebr. Grüninger, Villlngen.

 

 

 

1882: (Karl) Rudolf Ganter, Maler und „Bierwirt" in Friedenweller, Sohn des Nikolaus, erhielt für Restauration der Kir­che 60 M. Von ihm auch die Kreuzweg- Tafeln (heute auf der Kirchenbühne). Leinwand für das Langhaus von Josef Kaltenbach, Neustadt. Umrahmung der Tafeln von Stuckateur Hans Weiisburger, Freiburg (?).

Um 1882: Glasfenster Im Erweiterungs­bau des Offenburger Glasfabrikanten Wilhelm Schell. 

Die Neobarockisierung des Innern 

1907/08: Kirchen-Renovation im Stil des Neobarock unter Pfr. Karl Winer- halder (hier 1904-09), Erzb. Baudirektor Raymund Jeblinger, Freiburg. Großfor­matige Tafeln für die Chor- und Lang­hauswände, ferner Deckenbilder auf

1912: 12-Register-Orgel der Werkstatt Wilhekm Schwarz, Überlingen.

1917: Kriegsverlust der kleinen Glocke von 1882.

1941, 15. 12.: Verlust der drei übrigen Glocken von 1882 durch Kriegsabgabe (Ersatz durch die Kapellenglocke des Ro­te nhof es).

1948: Die geplante Beschaffung von vier Eisenhartguss-Glocken der Firma Weule,Bockenem am Harz, unter­blieb.

1952, 1. 1.: Bestellung von vier Bron­zeglocken bei der Heidelberger Gießerei F. W. Schilling 

29. 5. feierliche Abho­lung;

2. 6. Glockenweihe durch Dekan Kromer in Friedenweiler;

3. 6. Hängung der Glocken auf den Turm.

1958: Wechselbilder für den Hochaltar von Prof. Ernst Riess, Freiburg.
Erneuerung und Purifizierung des Innern

1963: Innenrenovation, Neubau der Sakristei, Einbau einer Ölheizung, Neu­eindeckung des Turmes, Vergoldung der Turmknöpfe unter Pfr. Paul Wasmer, Beseitigung der neobarocken Ausma­lung. Erzb. Bauamt: Landolin Ohnmacht, Architekt A. Muffler. Maler Robert Lipps, Freiburg.

1963/64: Erneuerung der Orgel durch Firma Schwarz (Orgelbaumeister Eugen Pfaff, Überlingen.)

1977: Außenrenovation - Fresko an der Südwand mit hl. Nikolaus, schmiedeei­sernes Stabwerk mit Himmelfahrt Mariens von Kunstschlosser Bernh. Pfrengle, Waldau. 

Die jüngste Erneuerung

2001: Im Sommer Beginn der Innenre­novation unter Pfr. Eberhard Murzko, Titisee und Waldau (hier ab 1996 bis August 2002), Erneuerung von Heizan­lage und Elektrik, Gestaltung des Chor­raumes durch Bildhauer Wolfgang Eckert, Neukirch. - Zu danken ist: dem Erzb. Ordinariat: Dr. Bernd M. Kremer, dem Erzb. Bauamt Freiburg: Architekt Theo Hirschbihl, Restaurator Johannes Berger, Bad Krozingen, dem Landes­denkmalamt Freiburg: Friedrich Jakobs. -

9. 12.: (Patrozinium) Altarweihe durch Weihbischof Paul Wehrle.

2002, 13. 4.: Orgelabnahme nach Um­bau durch Orgelbaumeister Egbert Pfaff, Überlingen.

2004 Herbst: Umfassende Turmsanie­rung und Umdeckung des Helmes in Kupferblech.