Jubiläum und Abschied
Erntedank-Gottesdienste
Gemeindeversammlungen
Lage
Quelle: Kirchenführer St. Nikolaus, Waldau
Die kleine Schwarzwald-Gemeinde Waldau im oberen Langenordnachtal nordöstlich des Feldberg-Massivs, deren Kirche in 963 m Meeres-Höhe liegt, ist etwa 10,6 km von der Mitte der früheren Amtsstadt Neustadt entfernt. Nach Westen dehnt sich der Ort bis zum sog. „Hohlen Graben", nordöstlich zieht sich das Obertal bis zur Höhe am Widiwand (1129 m. ü. M.) hinauf. Weitgehend auf der Kammlinie verläuft die Höhenstraße B 500 (von Hinterzarten nach Furtwan- gen). Hinter dem Hohlengraben liegt das Hintertal, es dehnt sich über die Glashöfe bis zum Jägerstieg (1068 m.ü. M.).
Gründung
Hohlengraben
Im Gebiet des Hohlengraben (so der Gewannname) wurden von dem damaligen Landsturm Verschanzungen angelegt. Grund dafür war die damals militärisch wichtige Bedeutung der Passstraße über den Hohlengraben, welche ein Teil der Verkehrsverbindung zwischen dem Breisgau und der Baar / sowie dem Bodensee darstellte. Diese Verteidigungsstellung bei Waldau war auch in den folgenden Kriegen im 17. u. 18. Jahrhundert und dem napoleonischen Krieg immer schwer umkämpft. Die Hauptlast dieser kriegerischen Auseinandersetzung trugen die Einwohner von Waldau, die von den beteiligen Kriegsparteien zum Teil zur Waffe gezwungen wurden, zu Schanzarbeiten herangezogen und je nach Kriegsschicksal ausgeplündert, gebranntschatzt und misshandelt wurden. Den schwärzesten Tag erlebeten die Waldauer wohl am 16. Sept. 1638. Tausend Soldaten der schwedischen Truppen verwüsteten das Dorf. Zahlreiche Höfe und auch die Kirche wurden niedergebrannt. So hatten die Waldauer in der Vergangenheit oft ein schweres Los zu tragen.
Waldau - die Wiege der Schwarzwälder Uhr
Der Waldauer Glashof im Hintertal gelegen, kann als Wiege der Schwarzwälder Holzuhr bezeichnet werden. Dort auf dem Glashof fertigten um das Jahr 1667 die Gebrüder Kreutz die erste Schwarzwälder Holzuhr. Diese Schwarzwalduhren wurden dann im 18. u. 19..Jahrhundert anfangs in Heimarbeit gefertigt und in die ganze Welt exportiert. Dies war die Zeit des Schwarzwälder-Uhrenträgers, der mit der Uhrenkrätze auf dem Rücken und dem Wanderstock in der Hand hinaus in die Ferne zog um die Schwarzwälder-Uhren zu verkaufen und es war auch der Anfang der späteren Schwarzwälder Uhrenindustrie, die im 19. Jh. hier im Schwarzwald ihren Höhepunkt erreichte und leider Anfang des 20. Jahr hundert aufgrund der schweren Weltwirtschaftskrise eine Ende fand.
Martin Vogelbacher
Stadtarchiv Titisee-Neustadt



