Jubiläum und Abschied

07.12.2025 | Vor 125 Jahren erster Gottesdienst im Münster St. Jakobus - Pfarrgemeinderat der SE Beim Titisee wird verabschiedet

Erntedank-Gottesdienste

27.09.2025 | Übersicht
Hier finden Sie eine Zusammenstellung der kommenden Erntedank-Gottesdienste.

Gemeindeversammlungen

21.06.2025 | Informationen zur Kirchengemeinde Hochschwarzwald
Information über die momentanen Fakten und Gesprächsmöglichkeit - ein Ort um Fragen zu stellen
 

Lage

Quelle: Kirchenführer St. Nikolaus, Waldau

Die kleine Schwarzwald-Gemeinde Waldau im oberen Langenordnachtal nordöstlich des Feldberg-Massivs, deren Kirche in 963 m Meeres-Höhe liegt, ist etwa 10,6 km von der Mitte der frühe­ren Amtsstadt Neustadt entfernt. Nach Westen dehnt sich der Ort bis zum sog. „Hohlen Graben", nordöstlich zieht sich das Obertal bis zur Höhe am Widiwand (1129 m. ü. M.) hinauf. Weitgehend auf der Kammlinie verläuft die Höhenstraße B 500 (von Hinterzarten nach Furtwan- gen). Hinter dem Hohlengraben liegt das Hintertal, es dehnt sich über die Glas­höfe bis zum Jägerstieg (1068 m.ü. M.).

 

Gründung

Quelle  ab hier: Stadtarchiv Titisee-Neustadt
Schon knapp 20 Jahre nach der Gründung des Klosters St. Peter im Jahre 1093 stieß die Rodungstätigkeit des Klosters nördlich und östlich von St. Märgen vor. Das zur Gemarkung Waldau zählende Gewann " Widiwander Eck" wurde im Rotulus Sanpetrinus, einer Urkunde über die Besitzstreitigkeiten zwischen den Klöstern St. Gallen, St. Peter u. St. Märgen, im Jahre 1111 erstmals erwähnt. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahre 1178 von Papst Alexander dem III. wird dem Breisgau-Kloster Tennenbach ein Besitz in Waldau bestätigt, also wurde Waldau bereits im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt.
 

Name Waldau

Trotz der enormen Rodungstätigkeit des Klosters St. Peter war die Gemarkung Waldau um 1200 noch geradezu eine Insel im Rodungsgebiet. Rings vom Tannen- Urwald umgeben, so wird überliefert eine wahre" Au im Wald". Deshalb der Name Waldau -Symbol der Rodungstätigkeit im 12. Jahrhundert.
 

Hohlengraben

Bereits zu Beginn des dreißigjährigen Krieges (1618 -1648) wurden Maßnahmen zur Landesverteidigung gegen die Schweden angeordnet.
Im Gebiet des Hohlengraben (so der Gewannname) wurden von dem damaligen Landsturm Verschanzungen angelegt. Grund dafür war die damals militärisch wichtige Bedeutung der Passstraße über den Hohlengraben, welche ein Teil der Verkehrsverbindung zwischen dem Breisgau und der Baar / sowie dem Bodensee darstellte. Diese Verteidigungsstellung bei Waldau war auch in den folgenden Kriegen im 17. u. 18. Jahrhundert und dem napoleonischen Krieg immer schwer umkämpft. Die Hauptlast dieser kriegerischen Auseinandersetzung trugen die Einwohner von Waldau, die von den beteiligen Kriegsparteien zum Teil zur Waffe gezwungen wurden, zu Schanzarbeiten herangezogen und je nach Kriegsschicksal ausgeplündert, gebranntschatzt und misshandelt wurden. Den schwärzesten Tag erlebeten die Waldauer wohl am 16. Sept. 1638. Tausend Soldaten der schwedischen Truppen verwüsteten das Dorf. Zahlreiche Höfe und auch die Kirche wurden niedergebrannt. So hatten die Waldauer in der Vergangenheit oft ein schweres Los zu tragen.
 

Waldau - die Wiege der Schwarzwälder Uhr

Der Waldauer Glashof im Hintertal gelegen, kann als Wiege der Schwarzwälder Holzuhr bezeichnet werden. Dort auf dem Glashof fertigten um das Jahr 1667 die Gebrüder Kreutz die erste Schwarzwälder Holzuhr. Diese Schwarzwalduhren wurden dann im 18. u. 19..Jahrhundert anfangs in Heimarbeit gefertigt und in die ganze Welt exportiert. Dies war die Zeit des Schwarzwälder-Uhrenträgers, der mit der Uhrenkrätze auf dem Rücken und dem Wanderstock in der Hand hinaus in die Ferne zog um die Schwarzwälder-Uhren zu verkaufen und es war auch der Anfang der späteren Schwarzwälder Uhrenindustrie, die im 19. Jh. hier im Schwarzwald ihren Höhepunkt erreichte und leider Anfang des 20. Jahr hundert aufgrund der schweren Weltwirtschaftskrise eine Ende fand.

 Martin Vogelbacher
Stadtarchiv Titisee-Neustadt