Geburt Jesu

 

Gedanken zum Bild

Bei Ochs und Esel, in einem Viehstall bringt Maria ihren Sohn zur Welt. Klein, nackt und hilflos, der Welt ausgeliefert liegt das Kind da, auf Marias Mantel. Es hat seinen Blick auf Maria gerichtet und seine Füße sind gekreuzt. 
 
Wollte Max Meckel hier bereits auf seine spätere Keuzigung hinweisen? 
 
Maria kniet anbetend bei ihrem Kind. Ihr Blick ist scheinbar in ihr Inneres gerichtet. Sie hält Zwiesprache - vielleicht mit Gott? Welche Gedanken bewegen sie? Ist sie froh, dass die Geburt gut gegangen ist, dass ihr Kind gesund zur Welt kam, auch wenn sie nur in einem einfachen Stall ein Dach über dem Kopf gefunden haben.
 

Josef tritt hinzu, in seiner Hand hält er eine Kerze. Sorgsam hält er eine Hand vor die Flamme, damit sie nicht erlischt. Sein Gesicht wirkt besorgt. Welche Gedanken quälen ihn? Der Esel schaut auf ihn, während der Ochse das Kind betrachtet. Der Evangelist Lukas erwähnt weder den Ochsen noch den Esel. Die Darstellung der beiden Tiere geht auf den Propheten Jesaja zurück, so heißt es: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn" (Jes 1,3). 
 
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit (gesegnet) unter den Frauen,
und gebenedeit (gesegnet) ist die Frucht deines Leibes, 
Jesus, den du, o Jungfrau, in Betlehem geboren hast
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. 
Amen.
 
Lk 2,1-7
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.