Jubiläum und Abschied

07.12.2025 | Vor 125 Jahren erster Gottesdienst im Münster St. Jakobus - Pfarrgemeinderat der SE Beim Titisee wird verabschiedet

Der Vorabendgottesdienst zum Zweiten Advent war vielschichtig: Nachdem die Ministranten mit dem Pfarrer und zum Kolpinggedenktag auch mit der Fahne der Kolpingfamilie eingezogen waren, erinnerte Pfarrer Johannes Kienzler die Gemeinde daran, dass am 6.12.1900, also genau vor 125 Jahren, in der neugebauten Stadtkirche in Neustadt die Gemeinde ihren ersten Gottesdienst feiern durfte.
Nach nur zweieinhalb Jahren Bauzeit konnte durch die großzügigen Spenden aus der Gemeinde dieses Gotteshaus errichtet werden.
Johannes Kienzler brachte zum Ausdruck, dass es für die Gemeinde damals sicherlich nicht einfach gewesen sei, vom alten Gotteshaus Abschied zu nehmen. Der Abriss und die Sprengung des Turmes wäre sicherlich ein Einschnitt gewesen, der in der Bevölkerung unterschiedliche Gefühle hervorgerufen habe.
Also damals schon „Umbruch“ und „Aufbruch“!
An den ersten Gottesdienst im neuerrichteten Gotteshaus erinnert das Relief des Bischof Nikolaus am hinteren rechten Eingang, geschaffen von Franz Dachtler aus Neustadt. Der Adventsbote ist zugleich Glaubens- und Hoffnungsbote.
Der Bischof Nikolaus habe sich damals im 4 Jahrhundert, so fuhr Johannes Kienzler fort, für die christliche Botschaft in Wort und Tat eingesetzt und könne uns so ein Vorbild gelebten Glaubens auch für die heutige Zeit sein.
 
Jetzt, 125 Jahre nach diesem großen Schritt des Kirchenneubaus, blickten wir stolz auf diese Kirche und die großartigen Leistungen unserer Vorfahren zurück.
Nun seien wir auch wieder an einem „Umbruch“ und „Aufbruch“ angelangt.
Johannes Kienzler durfte am Ende des Gottesdienstes die Pfarrgemeinderäte verabschieden. Mit einem Speckbrettle „PGR 2020-2025 himmlischer Einsatz – irdischer Genuss“ dankte er den Damen und Herren für ihren Einsatz in den letzten Jahren bis sogar Jahrzehnten, denn so manch Pfarrgemeinderat war schon mehrere Wahlperioden mit dabei.
Manfred Kaiser z. B. durfte auf fast 50 Jahre Einsatz im Pfarrgemeinderat und als Stiftungsrat zurückblicken.
Zum 1.1.2026 steht mit dem Übergang zur Kirchengemeinde Hochschwarzwald ein Umbruch bevor. Die Ära Pfarrgemeinderat geht nun zu Ende und der im Oktober neugewählte Pfarreirat nimmt seine Arbeit für die neue Kirchengemeinde auf. Dafür bat Johannes Kienzler um Gottes Segen.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei einem Umtrunk die Möglichkeit zum Austausch und gemütlichen Beisammensein.
So manch einer ließ sich schon die selbstgebackenen Plätzchen der Ministranten schmecken.
 
Hier noch einige Eindrücke: