Nacht der offenen Kirchen

29.09.2025 | "Kirche" einmal anders erleben

Wir alle sind Pilger der Hoffnung im Jubeljahr 2025.
Nicht nur die Stadt Neustadt feiert 750 Jahre, sondern auch die katholische Pfarrgemeinde blickt auf 750 Jahre zurück. Und das ganze im Heiligen Jahr.

Am 27. September um 16.00 Uhr läuteten die Glocken der evangelischen Christuskirche und die Glocken des Münsters St. Jakobus die Nacht der offenen Kirchen anlässlich des Jubiläumsjahres ein.
Turmbläser der Stadtmusik Neustadt eröffneten feierlich das vielseitige Programm vom Balkon über dem Hauptportal am Münster.
An fünf Orten gab es ein breitgefächertes Angebot.
Der katholische Kindergarten St. Michael lud Kinder und Familien zu einer "Zeit mit Gott und Zeit für Gott" in die Kapelle des Seniorenzentrums St. Raphael ein. Im Münster gab es von den Minis eine Münster-Rallye für Klein und Groß. In der evangelischen Christuskirche gab es eine Gute-Nacht-Geschichte mit dem evangelischen Kindergarten Arche Noah und dem Seniorenkreis. Auch im Bildstöckle bei der Freien Evangelischen Gemeinde startete das Programm mit einem Angebot für die Familien. Im Münster lud der Akkordeon- und Harmonikaclub zu einer "musikalischen Reise zum Durchatmen und Genießen" ein und in der Kapelle St. Raphael gab es Musikbeiträge der Musikschule im Hochschwarzwald.
Clemens Staiger stellte im Münster die "Königin der Instrumente", die Orgel, vor, die dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. Auf dem Münstervorplatz gab es von der Pfadfindergruppe ein Lagerfeuer mit Stockbrot und Gesang. Parallel dazu feierte in der evangelischen Kirche feierten der evangelische Pfarrer Rainer von Oppen und die katholische Gemeindereferentin Angelika Hug mit zahlreichen Mitbeterinnen und Mitbetern verschiedener Konfessionen eine ökumenische Vesper.
In der Friedhofskapelle oder auch "Gottesackerkapelle", wie sie im Volksmund genannt wird, gab es von Detlef Herbner einen Kurzvortrag über die ökumenische Bedeutung der Kapelle, die dem Heiligen Michael geweiht wurde.  Begleitet wurde der Kurzvortrag durch das Gitarrenspiel von Matthias Stegerer. Dieses Angebote, das dreimal wiederholt wurde, stießen auf großes Interesse.
Zum Lobpreis wurde sowohl in der Kapelle St. Raphael als auch bei der Freien Evangelischen Gemeinde eingeladen.
Währenddessen erklang in der evangelischen Kirche Klaviermusik  von Heike Gollrad und Gabriele von Oppen zu Texten von Albert Schweizer, vorgetragen von Rainer von Oppen. Auszüge aus der Hubertusmesse waren von der Jagdhornbläsergruppe Hochschwarzwald im Münster zu hören. Zwischen den Veranstaltungen konnte man sich im Gemeindesaal der Christuskirche oder im Münstersaal durch die Frauengemeinschaft verpflegen lassen. Im katholischen Pfarrhaus gab es eine Ausstellung zu bewundern: "Streifzüge durch 750 Jahre Pfarreigeschichte".
Mit "Pilger der Hoffnung auf der Suche nach Licht" erfreute die Gruppe der Jostäler Freilichtspiele mit einem extra für diesen Abend geschriebenen Theaterstück von Hedwig Löffler die Zuschauer. Unzählige ausgeteilte Kerzen zum Lied "Du bist gesegnet" sorgten für eine meditative Stimmung, die einen harmonischen Übergang zum Taize-Gebet mit Gesängen aus Taizé mit dem Münsterchor unter der Leitung von Clemens Staiger gestaltete.
Parallel dazu konnte in der evangelischen Kirche dem "Ensemble Vocalis"  gelauscht werden, das von unterschiedlichen Komponisten Werke zum Thema "Frieden" zu Gehör brachte. Der evangelische Kirchenälteste Wolf Brodauf lud zum näheren Betrachten des Altarbildes in, bevor dort zum Abschluss in der evangelischen Kirche Klarinetten- und Gitarrenmusik vom Duo Mazel Tov. Matthias Stegerer und Klaus Nobs brachten Klezmer Musik, eine jüdische Instrumentalmusiktradition, erklang.
Im Münster machte den Abschluss die Stadtmusik Neustadt. Unter der Leitung von Fabian Müller erklangen unter anderem die Peer Gynt Suite No. 1 und leiteten über zur Musik zur Guten Nacht und dem Segen durch Pfarrer Claudius Dufner. 
 
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden bei der 6. Nacht der offenen Kirchen, ohne die ein so vielfältiges Programm nicht zu Stande gekommen wäre. Ein begeisterter Besucher dankte mit einem Zitat von Wilhelm Busch und folgenden Worten: 
"Ein großes Dankeschön an alle Initiatoren, Organisatoren, Akteure, Sponsoren und letztendlich allen Besuchern der Nach der offenen Kirchen in Neustadt.
Es war ein tolles und breitgefächertes Angebot für Jung und Alt, besondere Stimmungen an und in den Locations - ein ganz besonderes Highlight im Jahr des 750-jährigen Stadtjubiläums der Stadt Neustadt im Schwarzwald. 
"Vergelt's Gott" den beiden Veranstaltern katholische und evangelischen Kirchengemeinden Neustadt."
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
 
Hier einige Eindrücke der vielfältigen Angebote: